32. Mysore 1



Naechste Station am 26.3.: Mysore. Die Stadt ist in Indien besonders fuer die Produktion von Seide, Sandeloel und Raeucherstaebchen beruehmt. Ich verwende auch, seitdem ich in Indien bin, Sandeloelseife aus Mysore. Wenn es nicht so heiss gewesen waer (37 Grad im Schatten), waer ich ja gern laenger als nur einen Tag geblieben, aber die kuehlen Huegel in Ooty waren dann doch zu verlockend. Abgesehen davon muss ich auf der Rueckreise von Ooty Richtung Norden eh noch einmal einen Zwischenstopp in Mysore einlegen.
Fotos: der Maharaja's Palace, ein pompoeses Unding, das 1912 nach den Plaenen eines eher wenig geschmacksicheren Englaenders fertig gestellt wurde. Leider durfte man von der durchgeknallten Innenausstattung keine Fotos machen ...
W.

31. Chennai








Hab gestern 25.3. einen kurzen Zwischenstopp in Chennai (ehem. Madras) eingelegt, um von dort heute nach Mysore weiterzufahren. Von Chennai hoert und liest man ja generell nicht allzu viel Gutes, und ich war auch ganz froh, schnell wieder wegzukommen. Was allerdings eine Erfahrung der besonderen Art war: Marina Beach! Ich dachte mir, ich mache einen ruhigen, entspannenden Abendspaziergang am Strand - bei einer 6,5 Millionen Einwohner-Stadt vielleicht eine etwas naive Erwartung. Dass sich dann aber gleich (ohne Uebertreibung) 10.000e Menschen dort tummeln, damit kann man ja wohl wirklich nicht rechnen ...
W.

30. Mamallapuram


















Heute, 24.3., war nach fast einer Woche Pause endlich wieder einmal Sightseeing angesagt. Mamallapuram ist beruehmt fuer seine Felsentempel und Steinhauerei. Die Stadt (mit 12.000 Einwohnern hier Dorf genannt) ist umgeben von unzaehligen rund 1.400 Jahre alten Tempeln und "rock carvings" (sorry, aber das deutsche Wort dafuer faellt mir jetzt nicht ein, "Steinrelief" oder so aehnlich?). Die Steinhauerei ist hier nachwievor das wichtigste Handwerk, an jeder Ecke werden Statuen von diversen Goettern in allen Groessen gemeisselt, fuer das kleinere Budget aus Granit, fuer das groessere aus Marmor.
Das letzte Foto zeigt den SonnenAUFGANG in Mamallapuram, ich hab es doch noch geschafft, zumindest einmal um 6 Uhr am Strand zu sein. War auch die letzte Chance, denn mit Montag ist die Ostkueste, zumindest auf dieser Reise, Geschichte. Im Westen folgen dann in absehbarer Zeit spektakulaere SonnenUNTERGAENGE in Goa ...
Der riesige Felsbrocken auf dem einen Foto heisst uebrigens "Krishna's Butter Ball", was auf Krishnas Vorliebe fuer viel und gutes Essen hinweist, er wird deswegen auch meistens mit einem ordentlichen Goessermuskel dargestellt.
W.

29. Mamallapuram / Die Trennung :-)







Nachdem wir uns seit Sonntag 18.3. bis heute 22.3. im kleinen und gemuetlichen Nest Mamallapuram (= Mahabalipuram) an der Ostkueste von unserer Tempeltour durch Tamil Nadu erholt haben, ist Ruthi heute morgen in Richtung Hampi aufgebrochen, was eine Reisezeit von insgesamt ca. 20 Stunden bedeutet (hallo Ruthi, melde dich, wenn du das ueberstanden hast ...). Bis 31.3. muss sie es dann bis Mumbai geschafft haben, um ihren Franz dort abzuholen (lieber Franz, wird Zeit, dass ihr euch wiederseht, Ruthis Telefonkosten sind teurer als der Rest der Reise :-) ).
Ich bleib hier jedenfalls noch bis Sonntag 25.3., mach mich dann auf den Weg nach Chennai, um am 26. nach Mysore weiterzufahren. Von dort hoffe ich nach Ooty, einer Hill Station in Tamil Nadu, zu kommen, falls ich noch ein Hotel finde. In Indien beginnen gerade die Sommerferien, und da alle Inder vor der Hitze in kuehlere Regionen fluechten, wird's in Ooty etwas eng werden ... Hier wird's uebrigens jetzt so RICHTIG heiss, und feucht, und die Moskitos sind echte Killer.
Die Fotos zeigen das abendliche Strandgeschehen (Jahrmarktstimmung!) sowie den kleinen Ufertempel (Weltkulturerbe!), der dem Tsunami im Dezember 2004 Stand gehalten hat.
W.

28. Pondicherry























Nach einem kurzen Zwischenstopp in Chidambaram, einer kleinen Tempelstadt zwischen Thanjavur und Pondicherry, sind wir nun seit 15.3. in Pondicherry. Chidambaram fanden wir ganz furchtbar, bedrueckende Stimmung, gehetzte und unfreundliche Menschen. Sogar der riesige Tempel strahlte eine seltsame Unruhe aus. Es klingt komisch, aber hier merkt man sofort bei der Ankunft an einem Ort, ob man sich wohlfuehlen kann oder nicht.
Pondicherry ist, im Gegensatz, jedenfalls ein Ort zum Ausspannen und Erholen. Die ehemalige franzoesische Kolonie, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts gegruendet wurde, ist sehr relaxed, und die Mischung aus indischer und europaeischer Kultur sorgt fuer spannende Bilder. Die Fotos sind entlang des "Heritage Walk" entstanden, der wirklich sehr wenig mit dem ueblichen indischen Stadtbild zu tun hat ...

27. Thanjavur








































13.3. Unsere Tempeltour geht weiter in Thanjavur (= Tanjore). Der Brihadishwara Tempel ist Weltkulturerbe, und wenn man ihn sieht/erlebt, versteht man, warum. Beeindruckende Architektur, unberuehrt vom Modernisierungswahn der letzten Jahrhunderte. Keine bunt bemalten Tuerme, sondern schlichter Sandstein. Ein Foto zeigt den Bullen Nandi, der zarte 25 Tonnen auf die Waage bringt. Und noch viel wichtiger: eine unglaublich feierliche Stimmung, eine "fuehlbare" Ruhe und unzaehlige offensichtlich glueckliche, laechelnde Menschen. In dieser Stadt haben wir ueberhaupt die bisher freundlichsten Menschen getroffen, vor allem die Kinder waren Zucker.

26. Trichy 2
















Nachdem uns schon der riesige Sri Ranganathaswamy Tempel in Trichy sehr beeindruckt hatte, waren wir auch vom Rock Fort Tempel absolut angetan. Der Tempel selbst ist eigentlich sehr klein, aber die Lage auf einem Felsen rund 80 Meter ueber der Stadt ist einfach grossartig. Pilgerscharen bewegen sich auf den steilen Treppen auf und ab, und erst der Sonnenuntergang ...
Der kleine coole Checker auf dem einen Foto ist uebrigens mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein gesegnet ...

25. Trichy 1



























Sind seit gestern 11.3. in Trichy (= Tiruchirappalli). Wir dachten ja, dass der Sri Meenakshi Tempel in Madurai gross war. Waren heute Vormittag im Sri Ranganathaswamy Tempel in Trichy, und der ist so RICHTIG gross, naemlich 60 (!!) Hektar!! Der Bau dieses Vishnu-Tempels begann ersten Quellen zufolge im 10. Jahrhundert, wobei der Grossteil im 16. Jahrhundert entstand. Der groesste der 21. Gopurams (Tuerme) wurde erst 1987 fertig gestellt und ist 73 Meter hoch. Urspruenglich waren all diese Tuerme, die ihr auf den Fotos seht, weiss, die bunte Bemalung war, aehnlich wie in Europa, eine Art Barockisierung. Ein Turm ist nach wie vor weiss und steht fuer Reinheit. Was leider fototechnisch (zu wenig Licht) nicht funktioniert, sind die riesigen, beeindruckenden Saeulenhallen (mit bis zu 1.000 Saeulen pro Halle), in denen unzaehlige kleine Tempel und Nischen mit Statuen diverser Goetter zu finden sind.
Zwei kleine aber interessante Geschichten: eines der Fotos zeigt einen Altar mit hunderten Schloessern. Wenn jemand ein Problem hat, kann er dieses hier mit einem Schloss anketten!
Beim Tempelelefanten kann man sich sozusagen den Segen kaufen. Man legt einfach eine Muenze in den Ruessel, und dann tappt einem der Elefant mit dem Ruessel auf den Kopf (fuer Hindus eine heilige Stelle) ...

24. Kodaikanal



















































8.3. Weiterfahrt nach Kodaikanal, einem kleinen Nest auf etwas ueber 2.000 Meter Hoehe. Endlich wieder frische Luft! Die Busfahrt war wieder mal ein Erlebnis, es werden ja in den meisten Bussen Filme gezeigt, und das mit Beschallung auf lautester Stufe! Und Bollywood ist wirklich noch harmlos im Vergleich zu den hier gezeigten Tamil-Filmen!
Jedenfalls kommen nach Kodaikanal tausende Inder, um vor der Hitze in den Ebenen zu fluechten. Wir waren einen Tag lang mit einer indischen Reisegruppe unterwegs, und letztendlich waren wir das beliebteste Fotomotiv, wo wir noch dazu Jan, einen blonden Finnen, dabei hatten. Auf dem einen Foto im Wald hat dann unserer Guide bestanden, da das seiner Aussage nach ein "very special place" ist. Wie auch immer, wir hatten eine Riesengaudi, da der Ausflug einfach seeehr skurril war. Zur Erholung von dem Stress gab es dann am Abend eine von Ruthi auf der Reise erstandene Mandelmaske, seitdem sind wir echt sooo schoen!